Planeten

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Erde

Die Erde ist ca. 150 Millionen km von der Sonne entfernt. Der Planet hat einen Durchmesser von über 12 742 km und einen Umfang von 40 075 km. Die Erde hat genau einen Mond. In 365 Tagen umkreist die Erde die Sonne. Für eine Umdrehung um die eigene Achse benötigt die Erde 23 Stunden und 56 Minuten. Die Neigung der Erdachse beträgt 23,5°. Vom Weltall aus sieht man die Erde durch weiße Wolken. Die Oberfläche ist zu mehr als zwei Drittel mit Wasser bedeckt. Die Kontinente sehen fast wie zusammenpassende Puzzlestücke aus. Die Erde hat im Inneren einen Erdkern. Außen besteht sie aus einer Erdkruste. Diese besteht aus mehreren Platten, die auf dem flüssigen Erdmantel schwimmen. Die Platten können nun aneinander reiben oder sich gegenseitig hochschieben. So entstehen Gebirge und es kommt zu Erdbeben. Wenn sich die Platten an einer Stelle hochschieben, driften sie an anderen Stellen auseinander und sorgen so für Vulkanismus. Die Erdoberfläche wird auch vom Wetter geformt, z. B. durch Regen, Eis, Hagel und Schnee. Oberhalb der Erdoberfläche befindet sich die Atmosphäre, die die ganze Erde einhüllt. Sie besteht zu einem großen Teil aus Stickstoff und zu einem Fünftel aus Sauerstoff. Daneben sind zu kleinen Teilen auch Wasser und Kohlendioxid in ihr enthalten. Die Erde ist in verschiedene Klimazonen aufgeteilt. In ihnen schwanken die Temperaturen zwischen –90 °C (z. B. in der Antarktis) und +50 °C (z. B. in Regionen rund um den Äquator). Die Atmosphäre ist eine der Hauptbedingungen, die die vielfältigen Lebensformen auf dem Planeten Erde möglich machen. Derzeit ist kein anderer Planet bekannt, auf dem Leben in dieser Vielfalt möglich ist.

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Jupiter

Jupiter ist mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern der größte Planet des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 778 Millionen Kilometern ist er von der Sonne aus gesehen der fünfte Planet. Er ist nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt. Er hat keine sichtbare feste Oberfläche. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zählt Jupiter zu den Gasplaneten. Diese „Gasriesen“ bilden im Sonnensystem die Gruppe der äußeren Planeten; sie werden auch als jupiterähnliche (jovianische) Planeten bezeichnet. In dieser Gruppe ist Jupiter der innerste Planet; er läuft jenseits des Asteroidengürtels um die Sonne. 2018 waren 79 Monde des Jupiter bekannt. Die vier größten sogenannten Galileischen Monde Ganymed, Kallisto, Io und Europa haben Durchmesser zwischen 5262 und 3122 km und wurden bereits 1610 entdeckt. Jupiter ist das dritt- bis vierthellste Objekt des Nachthimmels (nach Mond und Venus; abhängig von der Bahnkonstellation ist bisweilen auch Mars heller). In Babylonien galt er wegen seines goldgelben Lichts als Königsstern (siehe auch Stern von Betlehem). Sein astronomisches Symbol ist

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Merkur

Der Merkur ist mit einem Durchmesser von knapp 4880 Kilometern der kleinste, mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von etwa 58 Millionen Kilometern der sonnennächste und somit auch schnellste Planet im Sonnensystem. ... Benannt ist der Merkur nach dem Götterboten Mercurius, dem römischen Gott der Händler und Diebe.Als einer der vier erdähnlichen (terrestrischen) Gesteinsplaneten hat der Merkur eine feste Oberfläche. Er umrundet die Sonne in 88 Erdentagen und hat damit die kürzeste Umlaufzeit aller Planeten. ... Eine Besonderheit des Merkurs ist, dass er sich während zwei Umläufen um die Sonne genau dreimal um die eigene Achse dreht.

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Saturn

Der Saturn ist von der Sonne aus gesehen der sechste Planet des Sonnensystems und mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) nach Jupiter der zweitgrößte. Mit 95 Erdmassen hat er jedoch nur 30 % der Masse Jupiters. Wegen seines auffallenden und schon im kleinen Fernrohr sichtbaren Ringsystems wird er oft auch der Ringplanet genannt, obwohl auch bei den anderen drei Gasplaneten Ringsysteme gefunden wurden. Der Saturn hat eine durchschnittliche Entfernung zur Sonne von gut 1,43 Milliarden Kilometern, seine Bahn verläuft zwischen der von Jupiter und der des sonnenferneren Uranus. Er ist der äußerste Planet, der auch mit bloßem Auge gut sichtbar ist, und war daher schon Jahrtausende vor der Erfindung des Fernrohrs bekannt. Als Gasplanet hat Saturn keine feste Oberfläche. Seine oberen Schichten bestehen zu etwa 96 % Stoffanteil aus Wasserstoff. Von allen Planeten des Sonnensystems weist Saturn die geringste mittlere Dichte auf (etwa 0,69 g/cm³).[1] Von den anderen Planeten hebt sich der Saturn durch seine ausgeprägten, hellen und schon lange bekannten Ringe ab, die zu großen Teilen aus Wassereis- und Gesteinsbrocken bestehen. Der scheinbare Winkeldurchmesser des Planetenkörpers beträgt je nach Erdentfernung zwischen 15″ und 20″, jener der Ringe zwischen 37″ und 46″. Die sogenannten Äquatorstreifen der Wolkenschichten sind auf Saturn weniger deutlich ausgeprägt als bei Jupiter, was wahrscheinlich mit einer hochlagernden Dunstschicht zusammenhängt. Planettyp: Gasriese Position im Sonnensystem: position_6 Anzahl der Monde: 82

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Mars

Der Mars ist, von der Sonne aus gezählt, der vierte Planet im Sonnensystem und der äußere Nachbar der Erde. Er zählt zu den erdähnlichen (terrestrischen) Planeten. Sein Durchmesser ist mit knapp 6800 Kilometern etwa halb so groß wie der der Erde, sein Volumen beträgt gut ein Siebtel des Erdvolumens. Damit ist der Mars nach dem Merkur der zweitkleinste Planet des Sonnensystems, hat jedoch eine vielfältige Geologie und die höchsten Vulkane des Sonnensystems. Mit einer durchschnittlichen Entfernung von 228 Millionen Kilometern ist er rund 1,5-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Die Masse des Mars beträgt etwa ein Zehntel der Erdmasse. Die Fallbeschleunigung auf seiner Oberfläche beträgt 3,69 m/s², dies entspricht etwa 38 % der irdischen. Mit einer Dichte von 3,9 g/cm³ weist der Mars den geringsten Wert der terrestrischen Planeten auf. Deshalb ist die Schwerkraft auf ihm sogar geringfügig niedriger als auf dem kleineren, jedoch dichteren Merkur. Der Mars wird oft auch als der Rote Planet bezeichnet. Diese Färbung geht auf Eisenoxid-Staub (Rost) zurück, der sich auf der Oberfläche und in der dünnen CO2-Atmosphäre verteilt hat. Seine orange- bis blutrote Farbe und seine Helligkeitsschwankungen am irdischen Nachthimmel sind auch der Grund für seine Namensgebung nach dem römischen Kriegsgott Mars.[3] In größeren Fernrohren deutlich sichtbar sind die zwei Polkappen und mehrere dunkle Ebenen, die sich im Frühjahr etwas verfärben. Fotos von Raumsonden zeigen eine teilweise mit Kratern bedeckte Oberfläche und starke Spuren früherer Tektonik (tiefe Canyons und einen über 20 km hohen Vulkan). Marsroboter haben schon mehrere Gebiete geologisch untersucht. Der Mars besitzt zwei kleine, unregelmäßig geformte Monde, die 1877 entdeckt wurden: Phobos und Deimos (griechisch für Furcht und Schrecken). Das astronomische Symbol des Mars ist ♂

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Venus

Die Venus ist mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von 108 Millionen Kilometern der zweitinnerste und mit einem Durchmesser von ca. 12.100 Kilometern der drittkleinste Planet des Sonnensystems. Sie zählt zu den vier erdähnlichen Planeten, die auch terrestrische oder Gesteinsplaneten genannt werden. Die Venus ist der Planet, der auf seiner Umlaufbahn der Erdbahn mit einem minimalen Abstand von 38 Millionen Kilometern am nächsten kommt. Sie hat eine ähnliche Größe wie die Erde, unterscheidet sich aber in Bezug auf die Geologie und vor allem hinsichtlich ihrer Atmosphäre. Diese besteht zu 96 % aus Kohlenstoffdioxid und ihr Oberflächendruck ist 90-mal höher als auf der Erde. Nach dem Mond ist die Venus das hellste Gestirn am nächtlichen Himmel. Weil sie als einer der unteren Planeten nur am Morgen- oder Abendhimmel sichtbar ist und nie gegen Mitternacht, wird sie auch Morgenstern und Abendstern genannt. Schon mit einem kleinen Fernrohr ist sie auch am Taghimmel beobachtbar, manchmal sogar freiäugig. Doch auch bei Erdnähe (ca. alle 1½ Jahre) lassen sich nur die Wolkenstreifen der äußerst dichten Atmosphäre erkennen. Die Erkundung der Oberfläche erfordert Radar. Das astronomische Symbol des Planeten Venus gilt als stilisierte Repräsentation des Handspiegels der namensgebenden römischen Liebesgöttin Venus: ♀.[2]

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Uranus

Der Uranus ist der siebte Planet im Sonnensystem. Er wurde 1781 von William Herschel entdeckt. Mehr als 2.800 Millionen Kilometer trennen den Uranus von der Sonne. Bei dieser Entfernung ist es nicht verwunderlich, dass die Temperatur an der Oberseite seiner Wolken nur -214°C beträgt. Da er sich ziemlich langsam bewegt und einen langen Weg hat, dauert eine Sonnenumrundung ganze 84 Jahre. Der Uranus ist der drittgrößte Planet unseres Sonnensystems. Unsere Erde würde 64-mal in diese riesige Welt passen. Doch trotz seiner Größe dreht er sich schnell um sich selbst. Ein Tag auf dem Uranus dauert nur 17 Stunden und 14 Minuten. Der Uranus dreht sich wie ein umgekippter Kreisel. Das bedeutet, dass die Sonne manchmal direkt über den Polen steht. An jedem Pol herrscht 21 Jahre lang Sommer und 21 Jahre lang Winter. Die Pole sind dann der jeweils heißeste oder kälteste Ort auf dem Planeten! Während des Vorbeiflugs der Raumsonde Voyager 2 im Jahr 1986 waren fast keine Wolken auf dem Uranus zu erkennen. Neuere Bilder, die mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurden, zeigen aber einige sehr großflächige Stürme. Die wichtigsten Gase in seiner dicken Atmosphäre sind Wasserstoff und Helium und ein geringer Anteil Methan (Methan strahlt blaues Licht ab und lässt den Uranus blau erleuchten). Er unterscheidet sich jedoch stark von Jupiter und Saturn. Uranus besteht hauptsächlich aus einem Eisgemisch aus Wasser, Methan und Ammoniak. In seiner Mitte befindet sich möglicherweise ein kleiner Gesteinskern. Er ist für seine Größe also ziemlich leicht. Der Uranus besitzt 27 uns bekannte Monde. Keiner davon ist besonders groß. Die größten natürlichen Satelliten sind Oberon und Titania mit einem Durchmesser von über 1.500 Kilometern. Außerdem hat der Uranus mindestens zwölf dunkle Staubringe. Die meisten dieser Ringe sind extrem dünn. Sie werden von benachbarten “Hirtenmonden” in Form gehalten. Für mindestens einen der Ringe sind Meteoriten verantwortlich, die auf einen kleinen natürlichen Satelliten aufprallen.

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Neptun

Der Neptun ist der achte und äußerste bekannte Planet unseres Sonnensystems. Er wurde 1846 aufgrund von Berechnungen aus Bahnstörungen des Uranus durch den französischen Mathematiker Urbain Le Verrier von dem deutschen Astronomen Johann Gottfried Galle entdeckt. Neptun ist durchschnittlich 4,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und zeigt eine Scheibe von 2 Winkelsekunden. Mit einem Durchmesser von knapp 50.000 Kilometern hat Neptun fast den vierfachen Erddurchmesser und das rund 58-fache Erdvolumen. Nach Jupiter, Saturn und Uranus ist Neptun der viertgrößte Planet des Sonnensystems.[1] Zusammen mit dem Uranus bildet Neptun die Untergruppe der Eisriesen. Neptun dominiert durch seine Größe die Außenzone des Planetensystems, was sich zum Beispiel an der Umlaufzeit einiger „Transneptune“ wie Pluto und der Plutino-Gruppe zeigt, die etwa das 1,5fache der Umlaufzeit von Neptun beträgt (eine 3:2-Bahnresonanz). Von den 14 bekannten Monden Neptuns ist Triton mit 2700 Kilometern Durchmesser der mit Abstand größte. Der Riesenplanet ist nach Neptun benannt, dem römischen Gott des Meeres und der Fließgewässer. Sein Zeichen ♆ ist ein stilisierter Dreizack, die Waffe des Meeresgottes. Bei der Suche nach Exoplaneten werden Objekte, die eine ähnliche Masse wie Neptun aufweisen, von Astronomen analog zu den extrasolaren „Jupiters“ oder „Hot Jupiters“ manchmal als Planet der „Neptun-Klasse“ oder als „Hot Neptune“ bezeichnet.[2] Nach dem Planeten wurde das 1940 entdeckte chemische Element Neptunium benannt. Als einziger Planet des Sonnensystems ist Neptun von der Erde aus nicht mit bloßem Auge erkennbar. Mithilfe eines Fernrohres kann er derzeit am Herbsthimmel beobachtet werden